Die Götter verlassen den Olymp

Schwäbische Zeitung 09. Juli 19 von Michael Tschek

67 Karl-Maybach-Gymnasiasten feiern ihren Abi-Ball – Motto: „Abikropolis - die Götter verlassen den Olymp“

Der deutsche Konstrukteur Karl Maybach stand am Wochenende im Graf-Zeppelin-Haus im Mittelpunkt. Am Samstag hatten Mitglieder des Maybach-Freundeskreises und des Maybach-Clubs sowie viele Maybächler in einem Festakt seines 140. Geburtstags gedacht. Am Sonntag machte sich dann ein Hauch von Eleganz breit im Hugo-Eckener-Saal, denn 67 junge Damen und Herren des Gymnasiums, das seinen Namen trägt, durften ihr Reifezeugnis in bezaubernden Abendkleidern beziehungsweise in feinem Zwirn mit Fliege oder Krawatte von Schulleiter Christoph Felder entgegennehmen.

Jahrgangsbeste mit einem Notendurchschnitt von 1,1 waren die beiden Häfler Richard Möhle und Finn Hoehne. Den Scheffelpreis durfte Jonas Stark entgegennehmen.

Die Ankündigung zum Programm des Abschlussballes war schon vielversprechend und übertraf dann sogar noch die Erwartungen. Die Moderatoren Alice Swoboda und Dino Ramnialis kündigten nach dem musikalischen Auftakt durch die Abi-Band ein Highlight nach dem anderen an, die nur durch das Festmenü unterbrochen wurde.

Präsentationen der Deutschkurse mit Quiz, Fragen zu Zitaten, Starterpacks und Lehrerjugendfotos sorgten ebenso für Unterhaltung wie eine Parodie zu „Atemlos“ von Helene Fischer zur Thematik Deutschunterricht.

Selbstgedrehte Videos über Studienfahrten nach Madrid und Dresden sowie eine Diashow während des Essens ließen gemeinsame Schulzeiten wieder aufleben. Fabio Cicchetti fasste diese Zeit eindrucksvoll in Worte zusammen. Emotionale Momente kamen bei der Übergabe der Tutorengeschenke auf, die sich dann bei der anschließenden Zeugnisübergabe noch einmal vertiefen sollten. „Die Götter verlassen den Olymp“, sagte Schulleiter Christoph Felder in seiner Festansprache und nahm damit das Motto der Abiturienten auf. Dass die Nachfolgejahrgänge auch ihr Bestes geben werden, darüber mache er sich keine Sorgen, aber: „Sie haben dieses Mal besonders große Fußstapfen hinterlassen“ stellte er lobend fest. Für ihre Zukunft wünschte er seinen Schülern „frohes Schaffen – es gibt noch soooooo viel zu tun“.

Schüler danken dem Direktor

Die Abiturienten dankten Felder für sein stets loyales und freundschaftliches Verhalten. „Ohne ihn wäre es einfach nicht so möglich gewesen“, sagte einer der Schüler.

Jahrgangsbester Richard Möhle will ein Studium in Allgemein- oder Zahnmedizin, aber auch möglicherweise in Biochemie anfangen. Finn Hoehne, ebenfalls mit einem 1,1-Notendurchschnitt, will für drei Monate nach Italien gehen, um dort Sprache und Kultur zu vertiefen. Danach schwebt ihm ein Studium entweder in Medizin oder Physik vor.