Litfaß NEU denken!

Als im ersten Drittel des 19ten Jahrhunderts die sog. „Wildplakatierung“ in Berlin weiter zunahm war es der Druckereibesitzer und Verleger, Ernst Litfaß, der mit der Idee einer runden Anschlagsäule für Plakate auf Gehwegen die Informationsverteilung neu dachte. Die sogenannte „Litfaßsäule“ war geboren.

Mehr als 150 Jahre später denken wieder Menschen über die „Zähmung“ von wilder Plakatierung und wilden Plakatierer*innen nach. Diesmal aber nicht in Berlin sondern in Friedrichshafen. Und es sind auch nicht die innerstädtischen Bauzäune, Hauswände oder Gartenmauern, die es als angenommen problematische und unübersichtliche Werbezonen zu überdenken gilt. Es sind Schrankwände und Flure, Türen und sogar Fenstersimsen. In Schulen. Genauer gesagt, im Karl-Maybach-Gymnasium. Einer Schule inmitten des digitalen Informationszeitalters, umgeben von zunehmender Informationsflut.

Geboren wurde hier von einer Gruppe handwerks- und technikinteressierter junger Menschen die Idee der „Litfaß 3.0“, einer drei Meter hohen, skulpturalen Infosäule mit drei großformatigen Magnetwänden für Plakate, Zeitungsseiten, Flyer bzw. für alles, was sich magnetisch pinnen lässt. Damit aber nicht genug, denn was im Berlin der 1840er Jahre noch nicht einmal vage Zukunftsmusik war, nämlich die Möglichkeit, Informationen aus zusammengeschraubten „Kästen“ zu empfangen, ist heute längst Standard. Und nennt sich Podcast.

In welchem Bundesland befindet sich die „Völklinger Hütte“? Welches Land liegt nicht am Äquator: Gabun, Nigeria, Somalia der Uganda? Solche und andere Fragen zu beantworten, ist für die drei Schüler*innen des KMG, Konstantin Wolf, Klara Röttger (beide 10a) und Adrian Haupt (8a) kein Problem.

Das Karl-Maybach-Gymnasium bleibt auch in Zeiten von Corona sportlich. Inspiriert von verschiedenen „Online - Challenges“ organisierten die KMG-Schülerinnen Anna Bauhuis und Cora Liebherr eine Online-Sportwoche. Schüler und Lehrer filmten sich dabei bei verschiedenen sportlichen Herausforderungen, um sich in einer Zeit, in der der Schulsport ausfallen muss, messen zu können.

 

Leider noch ohne Schüler hat am Dienstag am Karl-Maybach-Gymnasium (KMG) der erste Pflanztermin in den neuen Gemüsebeeten stattgefunden. Freiwillige Helfer der Initiative „GemüseAckerdemie“ bepflanzten die Ackerfläche mit verschiedenen Nutzpflanzen, die von den Schülern gepflegt und geerntet werden sollen.

 

Das Kollegium des Karl-Maybach-Gymnasiums hat sich zu Beginn des neuen Kalenderjahres am Dienstag, 7. Januar, einen ganzen Tag Zeit genommen, um an einem pädagogischen Tag ein Nachhaltigkeitskonzept für das KMG zu erarbeiten. Unterstützt wurden die Lehrer dabei laut einer Mitteilung durch Antje von Dewitz, der Geschäftsführerin von Vaude.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                

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