Robolympische Meister am KMG

Bei den diesjährigen Robolympischen Spielen in Rappersville (Schweiz) konnten sich die sieben Teammitglieder des Teams KMG Lions, der Robotics AG des Karl-Maybach-Gymnasiums, dreimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze sichern und dominierten damit den gesamten Wettbewerb souverän.

Nach einigen Jahren des Sammelns von Erfahrungen und des Austüftelns von Strategien war die Robotics AG mit ihrem Team der KMG Lions optimal vorbereitet und reiste am 22. November 2025 nach Rappersville. Die Robolympischen Spiele, kurz Robolympics, sind ein internationaler Wettbewerb, bei dem Teams in unterschiedlichen Disziplinen gegeneinander antreten. Das diesjährige Team bestand aus den erfahrensten und einfallsreichsten Mitgliedern der Robotics AG des Karl-Maybach-Gymnasiums Friedrichshafen. Mit dabei waren Ole Otto, Etienne Layec, Jason Reich, Vincent Petrat, Raphael Breuer und Jona Beck, angeführt von Teamchef Jakob Kernmaier. Früh morgens machte sich das gesamte Team, verteilt auf zwei Fahrzeuge, auf den Weg in die Schweiz. Insgesamt waren 15 Teams mit 80 Teilnehmern vor Ort.

Nach der Ankunft richtete sich das Team zuerst ein und lauschte anschließend der Eröffnungsrede, bevor die erste Disziplin des Tages begann. Die Überraschungsaufgabe, oft auch Ad-hoc genannt, wird erst am Morgen des Wettbewerbs bekanntgegeben. Über den Tag hinweg gilt es, einen Roboter zu bauen, der für diese Aufgabe geeignet ist. Konkret ging es darum, bestimmte Gewichte in vorgegebene Felder zu verteilen. Trotz guter Ansätze reichte es in dieser Kategorie nicht für einen Platz unter den Top 3.

Auch in der Disziplin Roboball, bei der Tischtennisbälle über ein zwei Meter langes Spielfeld in bestimmte Tore geschossen werden müssen, war das Team noch nicht ganz erfolgreich. Die größte Herausforderung dieser Aufgabe liegt in der konsistenten Ballabgabe über mehrere Minuten, was auf Dauer die Ausrichtung des Roboters erschwert. Dennoch konnte das Team diese Disziplin mit einem fünften Platz zufriedenstellend abschließen.

Besonders erfolgreich waren die KMG Lions in der Disziplin Linienfolger. Auf den ersten Blick wirkt die Aufgabe einfach, da der Roboter einer Linie folgen soll. In Wirklichkeit ist dies jedoch eine komplexe Herausforderung: Zahlreiche Abzweigungen, tückische Sackgassen und eine zu überwindende Rampe erforderten eine präzise Programmierung. Der Roboter war zwar einfach konstruiert, doch das Programm hatte ein hohes Komplexitätsniveau. Feinjustierungen waren notwendig, und es blieb bis zum Schluss spannend, da die Teams immer wieder neue Bestzeiten aufstellten. Am Ende konnte das Team mit einem dritten Platz auch diese Disziplin erfolgreich zu einem Ende führen.

Direkt im Anschluss starteten die Finalspiele der Disziplin Sumo. Ziel war es, einen Roboter zu bauen, der den Gegner aus dem Ring schiebt. Die Schwierigkeit bestand im strikten Reglement, das besondere Einschränkungen bei der Konstruktion erforderte. Nachdem das Team die Vorrunde mit nur einer Niederlage gewonnen hatte, dominierte es auch das Knockout-Turnier und sicherte sich souverän die erste Goldmedaille.

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Danach folgten die Finalspiele der Disziplin Move It Over. Zwei Roboter stehen in einem Feld, das in der Mitte in zwei Hälften unterteilt ist. Jedes Team besetzt eine Hälfte. Zu Beginn werden zehn Bälle zufällig in jedes Feld geworfen. Ziel ist es, die Bälle ins gegnerische Feld zu werfen. Das Team, das nach Ablauf der Zeit die wenigsten Bälle im eigenen Feld hat, gewinnt. In den vergangenen Jahren waren die KMG Lions hier stets knapp am Sieg vorbeigeschrammt – diesmal jedoch erreichten sie den souveränsten Erfolg aller Zeiten: Keine einzige verlorene Runde und im Finale sogar ein Sieg zu Null, also alle 20 Bälle landeten im Feld des Gegners. Damit sicherten sich die KMG Lions verdient den ersten Platz.

In der vorletzten Disziplin, Double Challenge, die relativ neu ist, zeigte das Team ebenfalls starke Leistungen. Ziel ist es, Bälle aufzusammeln und in unterschiedlich hohe Tore mit verschiedenen Punktzahlen zu schießen und das jeweils mit einem zufälligen Teamkollegen, der in jeder Runde gewechselt wird. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Regelwerk und einigen Diskussionen mit den Schiedsrichtern konnte das Team erfolgreich einen Podiumsplatz mit einer Silbermedaille erringen.

Zu guter Letzt folgte die kreativste Disziplin: Freestyle. Wie der Name verrät, geht es darum, zu bauen, was man möchte, und das Ergebnis einer Jury zu präsentieren. Anders als bei den anderen Disziplinen gibt es hier keine Einschränkungen. Das jüngste Mitglied des Teams präsentierte ein Konzept für Fußball spielende Roboter, das ebenfalls zum ersten Platz führte.

Nachdem alle Disziplinen abgeschlossen waren, konnte sich das Team KMG Lions auf die Siegerehrung freuen. Es wurde mehrfach aufgerufen und stand mindestens bei jeder zweiten Disziplin auf dem Podium. Nachdem der Gesamtsieg verkündet worden war, baute das Team alles ab, verlud die Ausrüstung, trat den Heimweg an und kehrte mit dem Pokal in der Tasche nach Deutschland zurück. Ein gemeinsames Einkehren rundete den erfolgreichen Tag angemessen ab.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                

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