Lernmittelfreiheit

Zuerst eine kurze Begriffsklärung:

  • Lernmittel sind die Unterrichtsmaterialien, die den Schülerinnen und Schülern für den persönlichen Gebrauch zur Verfügung gestellt werden müssen, in erster Linie die Schulbücher
  • Lehrmittel sind Ausstattungen der Schule für den Unterricht, z.B. Fachraumausstattungen (wie für Biologie oder Chemie)

Nicht zu den Lernmitteln gehört die „gewöhnliche Eigenausstattung eines Schülers" (z.B. Schulranzen), sowie „Gegenstände geringeren Werts" (wie Papier, Hefte, Ordner, Schreib- und Malgeräte).

Frei zu Verfügung gestellt werden müssen hingegen:

  • Arbeitshefte (wie „work books“)
  • Ganzschriften (das sind z.B. Taschenbücher die im Sprachunterricht gelesen werden), auch wenn erwartet wird, dass Kommentare handschriftlich in der Ganzschrift vermerkt werden
  • Kopien (fallen zwar nicht unter die Lernmittelfreiheit, aber unter die Schulgeldfreiheit)
  • Taschenrechner

Eine Kostenbeteiligung der Eltern kann allenfalls freiwillig erfolgen. Eine Benachteiligung von Schülern, die das Leihverfahren beanspruchen, ist unzulässig. Falls im Unterricht vorgesehen ist, dass in Workbooks oder Ganzschriften geschrieben wird, sind diese zum Verbrauch zu überlassen. Ein Verfahren mit „Einlegeblättern, Folien" kann es allenfalls geben, wenn die Machart der Hefte/Bücher dies bereits vorgibt (das bedeutet, wenn die Folien seitens der Lernmittelhersteller bereits fest im Arbeitsheft eingeklebt oder eingeschweißt wären oder es sich um wiederbeschreibbares Material handeln würde). Auch der Hinweis, dass ohne Kostenbeteiligung kein sachgerechter Unterricht möglich sei, ist unzulässig. In der Lernmittelverordnung ist schulartenspezifisch aufgelistet, welche Lernmittel in welchem Schuljahr benötigt werden. Für nicht explizit aufgeführte Lernmittel, wie z.B. Arbeitshefte, gibt es Pauschbeträge.

Ausgaben für Theaterbesuche, Ausflüge oder Studienfahrten fallen weder unter die Lern- noch unter die Lehrmittelfreiheit!

Regelung am KMG (gemäß Beschluss 2. Elternbeiratssitzung 19. März 2019): ab dem Schuljahr 2019/20  wird einheitlich keine freiwillige Kostenbeteiligung mehr durchzuführt. (Bedeutet: Lernmittel müssen *immer* kostenfrei gestellt werden.)

 

 

(Artikel basiert auf einem Beitrag in der „Schule im Blickpunkt“ 2018/2019, Heft 2)

am KMG ab dem neuen Schuljahr 2019/20  einheitlich keine freiwillige Kostenbeteiligung mehr durchzuführen. (Bedeutet Lernmittel müssen *immer* kostenfrei gestellt werden.)